Diese Seite beschäftigt sich mit sieben allgemeinen Lehrsätzen über die Bibel, Gott und das Christentum. Wenn man diese Punkte ausführlich behandeln will, so füllt dies Bücher. Deshalb behandelt diese Seite die einzelnen Themen nur grob. Wenn Sie ausführlichere Informationen wünschen oder weitere Fragen haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.
Die Bibel ist nicht wissenschaftlich.
Gott liebt uns nicht. Weshalb gibt es sonst so viel Leid?
Gott haßt Homosexuelle.
Alle Religionen führen zu Gott.
Solange ich gut bin, komme ich in den Himmel.
Christen sind nicht besser als Nicht-Christen.
Es ist unmöglich, alle Gebote einzuhalten.
Die Bibel ist nicht wissenschaftlich.
Die kurze Antwort ist, daß die Bibel nie ein wissenschaftliches Dokument sein sollte. Die Bibel ist ein Führer, um uns zu helfen, eine persönliche Beziehung zu Gott aufzubauen.
Wissenschaft bedeutet im Wesentlichen: "die Beobachtung, Identifizierung, Beschreibung, experimentelle Untersuchung, und theoretische Erklärung natürlicher Phänomene"
[1]. Auch wenn die Wissenschaft versucht, exakte Methoden zu entwickeln, um annehmbare Ergebnisse an Genauigkeit zu erreichen, ist sie weder absolut fehlerfrei noch ein Allheilmittel. So kann Wissenschaft nicht prüfen, ob Völkermord schlecht ist
[2], oder ob Shakespeare wirklich existiert hat. Wir können gegen Völkermord argumentieren, indem wir von der Philosophie Gebrauch machen. Auch ist es möglich Shakespeare durch die historische Forschung zu belegen. Aber wir sind nicht in der Lage jede Behauptung wissenschaftlich zu überprüfen. Kurz: Zu sagen, daß etwas nicht wissenschaftlich ist, ist eine Sache, aber daraus kann man nicht folgern, daß diese Sache nicht wahr ist.
Auf die Bibel bezogen, ist es richtig zu sagen, daß diese in ihrer philosophischen und historischen Natur nicht wissenschaftlich ist. Allerdings folgt daraus nicht , daß die Bibel nicht wahr ist [3].
Gott liebt uns nicht. Weshalb gibt es sonst so viel Leid?
Gott liebt uns sehr, er liebt uns so sehr, daß er seinen einzigen Sohn gab, um uns zu retten(Joh. 3,16).
Warum gibt es trotzdem noch so viel Leid? Zuerst einmal müssen wir beachten, daß all das Leid, was um uns herum ist, nicht von Gott kommt, sondern durch die Entscheidung des Menschen (Römer 5,19).
Das bedeutet nicht, daß wir unschuldige Opfer sind. Haben wir nicht alle schon Entscheidungen getroffen, die anderen Leid zugefügt haben?
Es ist richtig, daß Gott hätte vermeiden können, daß sowohl wir als auch die ganze Menschheit sündigten. Die Fragen aber, die wir uns stellen müssen sind diese: Sind wir einfach nur "Roboter", die keine moralischen Entscheidungen treffen können? Sind wir in der Lage auf Gott und seine Liebe zu uns zu in angemessener Weise zu reagieren? Ist es dagegen nicht unsere ureigenste Art, unseren eigenen Wegen nachzugehen - schlechten Wünschen - anstatt Gottes Willen zu tun als ein stärkeres Signal unserer Liebe zu IHM? So hat uns Gott gewissermaßen die Möglichkeit gegeben, indem er uns nicht davor bewahrte, Böses zu tun, seiner Liebe auf bedeuteungsvollere Weise zu antworten.
Gott ist tief betrübt und verärgert über das Böse und das Leid, das dadurch entsteht, aber er greift nicht ein, indem er uns die Möglichkeit nimmt, eigene Entscheidungen zu treffen.Er schritt ein, indem er uns seinen Sohn gab (Joh. 3,16).
Wer dieses Angebot annimmt, wird ein neuer Mensch (2.Kor.5,17) [4] und eines Tages von allem Bösen auf dieser Welt erlöst. Er erlebt eine ewige Freude, die alles Leid dieser Welt entschädigt (Römer 8,18, Offb.21,1-5).
Ich möchte das schreckliche Leid, das es auf der Welt gibt, nicht beschönigen. Was dies betrifft, glaube ich, daß wir versuchen sollten, das Leid - wo immer es möglich ist - zu lindern; gleichzeitig glaube ich jedoch, daß das Leid ein Teil eines größeren Zusammenhanges ist.[5].
Gott haßt Homosexuelle.
Diese Behauptung ist falsch. Die Bibel sagt ausdrücklich, daß Gott jeden einzelnen Menschen auf dieser Welt liebt (Joh.3,16; 1.Tim. 2,3.4), sogar (oder vielleicht sogar) besonders jene Menschen, die von den "Frommen" verschmäht werden (Matt.9,10-13; Lukas 5,30-32; 1.Tim.1,15).
Wenn wir dies sagen, müssen wir uns vor Augen halten, daß Gott ein strenges Gesetzesbuch für alle Menschen geschaffen hat. Dieses Gesetzesbuch ist kein willkürliches Gesetz, sondern wurde zu unserem Nutzen geschaffen (Römer 7,12). Die Menschen, die sich gegen diese Gesetze entscheiden, können keine persönliche Beziehung zu ihm aufbauen. Während Gott also Homosexuelle liebt und seine Liebe mit ihnen teilen möchte, kann er dies nicht tun, solange sie nicht bereit sind, ihre Homosexualität für ihn aufzugeben (1.Kor.6,9-11).
Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, daß Gott Homosexuelle nicht auswählt: So wie Gott bereit war seinen einzigen Sohn unseretwillen zu geben (Joh. 3,16), so verlangt er von jedem von uns, daß wir uns ihm ganz hingeben (Matt.16,24-25). Das ist sicher ein lebenslanger Prozess.
Alle Religionen führen zu Gott.
Ein grundsätzliches Problem zu behaupten, daß alle Religionen zu Gott führen, ist, daß verschiedene Religionen völlig verschiedene Götter haben. Einige haben nur einen Gott, andere haben mehrere Götter und wieder andere glauben, daß Gott in allen Dinge enthalten ist. Darüber hinaus hat jede Religion einen anderen Weg zu ihrem Gott oder zu ihren Göttern. Wie können solch widersprüchliche Vorstellungen alle gleichzeitig wahr sein und warum sollten sie zu demselben Gott oder zu denselben Götter führen [6]?
Die Bibel sagt eindeutig: Der einzige Weg zu Gott führt über seinen Sohn (Joh.3,16; 14,6). Es gibt keinen anderen Weg.
Solange ich gut genug bin, komme ich in den Himmel.
Die Bibel sagt, daß niemand gut genug ist, um in den Himmel zu kommen (Römer 3,10. 20.23). Der geforderte Standard ist einfach zu hoch für uns, um ihn zu erfüllen. Der einzige Weg in den Himmel führt über Gottes Sohn (Joh. 3,16; 14,6).
Christen sind nicht besser als Nicht-Christen.
Leider entspricht dies nur zu oft der Wahrheit. Mehr noch: Viele Grausamkeiten wurden im Namen "Jesu" begangen! Es ist allerdings wichtig zwischen dem zu unterscheiden, was Menschen im Namen Jesu getan haben und dem, was Jesus wirklich wollte. Diese Punkte sind nicht identisch. Auch solche Menschen müssen einmal Jesus über ihr Tun Rechenschaft geben (Matt. 7,21-23).
Auf der anderen Seite muß man sich daran erinnern, daß Menschen im Namen Jesu auch gute Dinge getan haben. Zum Beispiel die Arbeit von Organisationen wie World Vision oder Heilsarmee, oder aber die Arbeit, die Mutter Theresa unter den Armen von Indien getan hat.
Im christlichen Glauben liegt auch der Ursprung von vielen anderen sozialen oder gesellschaftlichen Bewegungen wie solche, die gegen die Sklaverei ins Feld zogen oder gegen die Ausbeutung der Arbeiter.
Es ist unmöglich alle Gebote zu befolgen.
Das ist richtig. Die Bibel sagt, daß niemand alle Gebote Gottes erfüllen kann (Romans 3,20). Der geforderte Standard ist einfach zu hoch für uns, daß wir diesen erfüllen könnten. Gott weiß, daß wir nicht in der Lage sind aus eigenem Bemühen, durch bloßes Befolgen der Gebote, eine persönliche Beziehung mit ihm einzugehen. Deshalb bietet er uns den Freispruch an (Galater 3,10-13).
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