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Bahnhof Stuttgart - Feuerbach
Bahnhof Stuttgart - Feuerbach

Schon in vor- und frühgeschichtlicher Zeit hatten sich im Gebiet von Feuerbach Menschen angesiedelt. Spuren von Wohnstätten weisen auf die jüngere Steinzeit (2500 v. Chr.) hin. Erdwälle auf dem Lemberg haben sich als Reste einer alten Siedlung erhalten, die in der Hallstatt-Zeit (1000 v. Chr.) zerstört wurde. Als in der Eisenzeit (400 bis 80 v. Chr.) die Kelten als Bauern und Viehzüchter das Land nutzen, diente ihnen die Befestigung auf dem Lemberg als Fluchtburg. Aus der Zeit, in der die Römer das Land besetzt hielten, stammt eine Straße, die „Steinstraße", die vom einstigen Kastell auf der Altenburg über Cannstatt und die Prag durch das Feuerbacher Tal und über die Hohe Wart verlief. Drei römische Gutshöfe befanden sich im heutigen Feuerbacher Ortsbereich.

Nachdem die Alemannen im Jahr 260. n. Chr. die römischen Truppen verdrängt hatten, siedelten sich alemannische Sippen hier an. Aus dieser Siedlung mit dem Namen Biberbach entstand das heutige Feuerbach. Die Siedlung hatte in Jahr 500 etwa 30 Einwohner und im Jahr 700 etwa 100 Einwohner.

Im Jahr 1075 wird Feuerbach erstmals als geschlossenes Dorf unter dem Namen „Biberbach" urkundlich genannt. In dieser Sammlung alter Nachrichten wird über eine Schenkung berichtet, die Graf Adalbert der Ältere von Calw im Jahre 1075 seinem Hauskloster Hirsau machte: Die Hälfte des Einkommens der Kirche zu Biberbach, eine Hufe Land und den Weiler von Botnang. Der Besitz des Klosters Hirsau in Biberbach mußte 1281 an das Kloster Bebenhausen verkauft werden, das diesen 1436 an das Chorherrenstift von Sindelfingen abgab, und über dieses kamen die Feuerbacher Güter 1477 durch Graf Eberhard im Bart an die neugegründete Landesuniversität in Tübingen, die bis 1919 das Patronat über die Feuerbacher Kirche hatte. Im 14. Jahrhundert lag die Ortsherrschaft über Feuerbach bei dem Adelsgeschlecht der Frauenberger, das 1392 einen Teil seiner Anteile am Dorf Feuerbach an Graf Eberhard den Milden von Württemberg verkaufte. 1481 erwarben die Grafen von Württemberg den restlichen Feuerbacher Besitz der Frauenberger einschließlich der Hälfte von Botnang. Die neue Dorfordnung aus dem Jahre 1494 enthielt bereits den Ortsnamen „Fürbach" für die Weinbaugemeinde, aus dem sich dann der heutige Ortsname „Feuerbach" entwickelte.

Im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) hat Feuerbach aufs schwerste unter Seuchen, Plünderungen und Verwüstungen gelitten. Zwischen September 1634 und November 1635 starben in Feuerbach 527 Personen an Hunger, Pest und anderen Krankheiten, das war mehr als die Hälfte der Ortsbewohner. Im Jahre 1655 hatte der Ort nur noch 359 Einwohner.
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