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Vater unser im Himmel
Das VATER UNSER mal etwas genauer

Sonntag, 9. Januar 2005

Vater unser im Himmel.

„Gott will uns damit locken, dass wir glauben sollen, er sei unser rechter Vater und wir seine rechten Kinder, damit wir getrost und mit aller Zuversicht ihn bitten sollen wie die lieben Kinder ihren lieben Vater“.

(Martin Luther)

Text zur Vertiefung: Galater 4,4–7

Vater ...

„Vater unser“ – so beginnt das Gebet, das Jesus Christus seine Jünger lehrte. „Vater“ – das war eine ganz neue, eine geradezu atemberaubende Offenbarung für sie. So hatten sie den Schöpfer und Erhalter allen Lebens, den Gott, der heilig und gerecht ist, den Gott der hilft und liebt, noch nie gesehen.

„Vater“ – damit enthüllte ihnen Jesus Christus eine neue Dimension des Wesens Gottes. Nur er, der Sohn Gottes, konnte das. Wir brauchen Jesus, um zu erkennen, dass Gott „Vater“ ist. Wir brauchen Jesus, um zu erfahren, was väterliche Geborgenheit und Liebe ist. Er sagte: „Alles ist mir übergeben von meinem Vater. Und niemand kennt den Sohn als nur der Vater; und niemand kennt den Vater als nur der Sohn und wem es der Sohn offenbaren will“ (Matthäus 11,27). Konnte Jesus Christus Ihnen diese herrliche und befreiende Offenbarung schon ins Herz legen? Können Sie, wenn Sie beten, mit Bewegung, mit Dankbarkeit und Staunen „Vater“ sagen? Empfinden Sie dabei tiefe Geborgenheit und wärmende Liebe? Ist das wie das Kuscheln eines Kindes, das sich in die Arme des Vaters schmiegt? „Niemand kennt den Vater als nur der Sohn und wem es der Sohn offenbaren will“ (Matthäus 11,27).

... unser

„Vater unser“ – wer aber darf und wer kann das von Herzen und mit Berechtigung sprechen? Ein Beispiel: Es gibt nur zwei Menschen unter 6,3 Milliarden, die zu mir Vater sagen. Es sind meine beiden Töchter. Ich kenne Menschen, die zu mir eine persönliche Beziehung haben, die gern mit mir zusammen sind und die mir vertrauen, aber sie haben noch nie „Vater“ zu mir gesagt. Warum? Nun – ich bin nicht ihr Vater! Nur unsere beiden Töchter haben das Recht, mich „Vater“ zu nennen. Nicht anders ist es in der Beziehung zwischen Gott und Mensch. Es gibt nur eine Gruppe von Menschen, die zu Gott „Vater“ sagen kann, das sind seine Kinder. Es sind Menschen, die Jesus Christus als Retter und Herrn angenommen haben. In der Bibel lesen wir: „Wie viele Jesus aufnahmen, denen gab er Macht (Autorität), Kinder Gottes zu werden“ (Johannes 1,12). „Kind Gottes“ – das ist die neue Identität der Menschen, die Jesus nachfolgen. Es ist ein neues Sein, das das ganze Leben prägt und bestimmt – auch das Gebet. Kinder

Gottes sprechen mit Gott, wie ein Kind mit seinem Vater spricht – offen, liebevoll und gern – denn der Geist Gottes, der in ihnen ist, ruft: „Abba – lieber Vater!“ (Galater 4,6).

Gebetsschwerpunkt: Dank

Nicht nur zu Beginn eines neuen Jahres und am Anfang der Gebetswoche: Es ist ein riesiges Vorrecht, den großen, heiligen Gott als Vater zu haben und ihn so kindlich vertrauensvoll anreden zu dürfen! Er gewährt uns als seinen Söhnen und Töchtern nicht nur Audienz; er ist immer für uns da. Sein Herz und sein Ohr sind offen, rund um die Uhr, lebenslang und bis in Ewigkeit. Wie können wir ihm dafür genug danken?

Wir danken

dass Gott uns in die Vater-Kind-Beziehung berufen hat und uns immer wieder in seine Arme schließt

dass Jesus uns und Menschen aller Völker durch sein stellvertretendes Sterben und durch seine sieghafte Auferweckung die Tür zum Vater weit geöffnet hat

dass wir nicht Untertanen oder Befehlsempfänger sind, sondern Töchter und Söhne des himmlischen Vaters, Erben und Mitarbeiter

dass wir in einer zunehmend vaterlosen und unsicheren Zeit Heimat und Geborgenheit beim Vater-Gott finden, in diesem und im ewigen Leben.

Die weiteren Verse werden HIER weiter aufgeführt.
 
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