Eigentlich seltsam...
...daß es nötig sein kann, von einer unscheinbaren Nutzpflanze zu erzählen, die noch vor 100 Jahren aus dem mitteleuropäischen Alltag nicht wegzudenken war. Aber tatsächlich wurde die lebendige Tradition des Hanf jahrzehntelang zurückgedrängt, und schließlich wurden ihre Reste durch das Hanf-Anbauverbot regelrecht vernichtet.
Ein kurioser, kulturgeschichtlich einmaliger Vorgang, der, gemessen an der langen Epoche der Hanfkultivierung, plötzlich und unvermittelt geschah. In weniger als einem Jahrhundert war der Hanf als vielfältige Nutzpflanze von den Feldern und aus dem Bewußtsein der (allermeisten) Menschen verschwunden. An seine Stelle getreten war ein Bild: das einseitige und in der Farbgebung propagandistische Bild vom Hanf als gefährlicher Droge.
Hanf (Cannabis sativa), schnell wachsender Rohstoff und Kohlendioxid-Speicher; rauschgiftarme Sorten werden in Deutschland seit 1996 wieder angebaut. |